Mittwoch, 11. Mai 2011

[Rezension] Tödlicher Mittsommer & Tod im Schärengarten von Viveca Sten


Heute habe ich 'Tod im Schärengarten' von Viveca Sten beendet und möchte euch diesen und den Vorgänger 'Tödlicher Mittsommer' vorstellen. Zwei wunderbare Krimis in einer wundervollen Urlaubsatmosphäre.



Tödlicher Mittsommer                                                                .

Viveca Sten
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Verlag: KiWi-Verlag
384 Seiten
14,95 € - Gebunden
Originaltitel: I de lugaste vatten

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Kurzbeschreibung                                                                   .

Der erste Band einer Reihe von Sandhamn-Krimis mit Kriminalkommissar Thomas Andreasson und Juristin Nora Linde.
Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Eine männliche Leiche, verstrickt in ein Fischernetz, liegt angespült am Weststrand der Insel.Eine gute Woche später wird nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden, und Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka muss sich des Falls annehmen. Anhaltspunkte gibt es kaum. Was verband die Toten mit Sandhamn? Welche Geheimnisse verbergen sich in dem kleinen Ort? Gequält vom Verlust seiner neugeborenen Tochter und von einer zerbrochenen Ehe stürzt Thomas sich in die Ermittlung. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie die Sommermonate auf der Insel verbringt.
Ein Mörder geht um in der Sommeridylle, und der Druck auf die Polizei wird immer höher. Thomas Andreasson muss den Täter finden, bevor noch ein Mensch stirbt …

Rezension                                                                                .

Ein wunderbares Buch! Es ist einfach dieser typische schwedische Charme, der sich durchs Lesen im ganzen Buch ausbreitet. Die lockere, auf keinen fall steif wirkende Beschreibung der Umgebung lässt einen so tief  in ein Urlaubsparadis abtauchen, dass man fast das Gefühl hat mit den Füßen im Sand von Sandhamn zu stehen und die frische Luft des Meeres einzuatmen.
In diesem idyllischen Urlaubsort rasten nicht nur Touristen, sondern auch die Einheimischen. Diese besitzen oft seit vielen Generationen Grundstücke auf der Insel und leben dort in den Ferien oder das ganze Jahr über. Sandhamn ist ein kleines und ruhiges Urlaubsparadis - bis eine Leiche an den Strand gespült wird.
Mit diesem Fund beginnt eine spannende - zwar nicht rasante, aber trotzdem sehr gute - Geschichte. Auf der Suche nach dem Täter geraten den Ermittlern weitere Tote ins Netz. Die Todesursachen sind fraglich und der Zusammenhang der Personen ebenso.
Besonders gefallen haben mir die Protagonisten - Thomas und Nora. Er Polizist, sie Juristin. Beide Kindheitsfreunde. Man lernt beide kennen - sehr persönlich - und beginnt beide ins Herz zu schließen. Thomas' Familienschicksal berührt. Noras Familienleben scheint perfekt - zwei wunderbare Söhne, ein toller Mann, ein guter Job. Doch auch Noras Welt gerät ein wenig aus den Fugen.
Ein schöner Sommerkrimi mit einem etwas traurigem Ende. Jedoch bleiben einige Fragen am Schluss offen, sodass es nach Fortsetzungen schreit - ein Protagonistenduo, welches definitiv einen Platz in meinem Regal haben wird.

Tod im Schärengarten                                                               .

Verlag: Kiwi-Verlag
368 Seiten
14,95 € - Gebunden
Originaltitel: I den innersta krtesen

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Kurzbeschreibung                                                                   .


Kommissar Thomas Andreasson hatte sich darauf gefreut, bei der bekannten Segelregatta hautnah dabei zu sein – doch nun ist er Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen führen ihn ins Milieu der Vornehmen und Reichen, der Yachtbesitzer und Adeligen. Warum musste Juliander sterben? Motive gibt es zuhauf: Juliander betrog seine Ehefrau, er düpierte seine Partner und spielte mit Mandanten Katz und Maus.  Während sich Thomas an der vornehmen Gesellschaft die Zähne ausbeißt und auch privat nicht alles rund läuft, hat Nora, seine Freundin aus Kindertagen,  andere Probleme: Sie möchte das gerade ererbte Haus auf Sandhamn behalten, das ihr Mann unbedingt verkaufen will. Während ihre Ehe zu zerbrechen droht, geschieht ein neuer Mord...
Wie schon in Viveca Stens erstem Schärenroman Tödlicher Mittsommer folgt man Thomas und Nora wie guten Freunden nach Sandhamn und lässt sich verführen von der sehnsuchtsvollen Sommeridylle.


Rezension                                                                                .


Bereits der erste Krimi von Viveca Sten 'Tödlicher Mittsommer' hat mich sehr angesprochen und ich hatte das Protagonisten-Duo schon sehr in mein Herz geschlossen. Und auch in diesem Teil wurde man nicht enttäuscht.
Thomas und Nora sind und bleiben mir unglaublich sympathisch. Thomas ist der typische Ermittler, der einem in die Welt der Polizei Einblick gewährt und Nora ist seine beste Freundin, die ihm mit juristischem Rat oft zur Seite steht. Sie selbst ist verheiratet und Mutter zweier Söhne - die ich, obwohl man nur von ihnen liest, super niedlich finde.
Die Geschichte spielt mal wieder im wundervollen Idyll Schwedens, im Schärengarten. Allein durch die Beschreibungen von Viveca Sten, kann ich es kaum erwarten, dort einmal hinzufahren. Diesmal geht es aber nicht um die normalen Urlauber, die ihre Freizeit in vollen Zügen genießen - sondern um die High-Society. Wir tauchen ein in das Leben der Reichen und Schönen - doch wie wir wissen ist dort nicht immer alles schön. Neid, Missgunst und Intrigen sind an der Tagesordnung.
Der Jurist und Vorsitzender des KSSS wird vor den Augen etlicher Menschen beim Start einer Regatta erschossen - doch warum? Er war ein beliebter Mann in seiner Kreisen. Hatte er etwas zu verbergen? Thomas und sein Team kommen mit den Ermittlungen nur schwer voran, doch als ein weiterer Mord passiert müssen sie endlich handeln, denn einige Menschenleben stehen auf dem Spiel.
Bei Nora spielen sich ganz andere Dinge ab. Ihre Familie droht zu zerbrechen, weil sie nicht bereit ist, ein geerbtes Haus zu verkaufen. Dieses Haus würde der Familie eine Menge Geld einbringen und ihnen endlich das Leben ermöglichen, welches sich ihr Mann und dessen Mutter so sehr für die Familie wünschen. Doch ist Nora Geld mehr wert, als die Erinnerung und der letzte Wille eines wichtigen Menschen? Geht ihre Familie an der Entscheidung kaputt? Nora ist eine starke Frau, die weiß, was sie will und was nicht. Dennoch versucht sie es auch ihrem Gatten recht zu machen. Doch wie weit wird sich sich verbiegen, um den Hausfrieden zu wahren?


Fazit                                                                                       .


Es war genau wie der erste Roman ein gutes Buch. Zwar nicht immer unglaublich spannend, dafür aber authentisch. Ich mag Bücher, in denen der Täter nicht sofort klar auf der Hand liegt und in denen man Stück für Stück mehr Wissen erlangt. Diese 'Oha-Effekte' mag ich und dieser traf auch bei mir wieder ein, als sich die Geschichte gegen Ende immer mehr klärte und man sich in seinen Vermutungen bestätigt oder unbestätigt fühlte. Es tat gut nach Liza Marklunds 'Kalter Süden' mal wieder einen Krimi zu lesen, der in gehobeneren Kreisen spielt. Danach weiß ich immer wie gut ich es habe. Ich denke nämlich oftmals, dass man es viel schwerer hat, wenn man viel Geld besitzt. Die Gier nach Anerkennung und Macht scheint oft schier grenzenlos und in einigen Fällen, so wie hier im Buch können solche Angelegenheiten auch tödlich enden.
Ein guter, solider Krimi mit wunderschöner Umgebung.

Da noch viele Fragen offen blieben und ich auch schon nachgeschaut habe, gibt es einen dritten Teil :) Darauf freue ich mich schon sehr und kann es eigentlich kaum erwarten, denn ein so drittes schönes Buch würde sich in meinem Regal gut machen. Ich finde nämlich nicht nur die Geschichten wunderbar, sondern auch die Cover wunderbar gestaltet. Ehrlich gestanden bin ich nämlich nicht so ein Fan von Menschen auf dem Cover und bevorzuge bei Büchern, vorallem bei den schwedischen Krimis die wunderschönen Landschaftsmotive.


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