[Rezension] Der Tag an dem Marilyn starb von Donna Milner


Hallo ihr Lieben,
ich will euch ja nicht immer nur die neusten Bücher vorstellen, sondern auch Bücher, die schon ein bisschen länger in meinem Regal stehen und auch unbedingt gelesen werden sollten. 
Ich habe viele Hardcover Bücher in meinem Regal stehen und die gehen natürlich ins Geld, deshalb schaue ich mich ab und an mal um, wann diese Bücher als Taschenbuch in die Buchhandlungen kommen, damit es auch erschwingliche Buchtipps sind. Und bei diesem tollen Buch ist es halt gerade der Fall, dass es im Juni diesen Jahres als Taschenbuch erschienen ist. Vielleicht gefällt es ja dem ein oder anderen... oder hat es sogar schon einer gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr das Buch? Gefiel euch der Titel?
Vielen gefällt nämlich der Titel nicht, weil sie meinen, es hätte nichts mit dem Buch zu tun - aber das stimmt nicht ;)

Der Tag an dem Marilyn starb                                                   .

Donna Milner
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Verlag: PIPER
400 Seiten
19,95 € - Gebunden

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Seit Juni 2011 auch als Taschenbuch für 9,95 € bei Piper erhältlich.




Kurzbeschreibung                                                                   .


Ethie horchte in die Stille des Hauses hinein. Der Duft des grünen Satinkleids ihrer Mutter erfüllte noch immer den Raum, Soir de Paris, so hieß ihr Parfüm. Ethie konnte nicht glauben, dass sie nun für immer fort sein sollte. Aber genau das hatte der junge Polizist gesagt, nachdem Dad ihm die Tür geöffnet hatte: Es habe einen Unfall gegeben, und es tue ihm leid, ihre Mutter sei für immer »heimgegangen«. Jetzt schliefen Ethies Brüder, und Dad saß allein in der Küche, man konnte im Dunkeln die Glut seiner Zigarette sehen. Sicher dachte er darüber nach, warum Mom tot auf einem Segelboot gefunden worden war. Und warum sie getrunken hatte. Hing das alles mit dem fremden Mädchen zusammen, das gestern Morgen dagewesen war? Oder mit seiner Vergangenheit, über die er so lange geschwiegen hatte?


Rezension                                                                                .


Der 5. August 1962 erlebt die Familie Coulter einen großen Verlust. Lucy Coulter, Mutter und Ehefrau stirbt auf tragische Weise und lässt ihren Mann Howard und die gemeinsamen Kinder Frankie, Ethie und Christopher 'Kipper' zurück.
Anfangs kann Ethie nicht glauben, dass ihre Mutter nie wieder zurückkommt und all die alltäglichen Momente mit Liebe und Witz gestaltet. Doch sie beginnt schnell ihre Familie zusammen zu halten, da sie bemerkt, wie ihr Vater in ein tiefes Loch der Leere fällt und sich in den Alkohol flüchtet.

Durch die Kriegsrückblenden beginnt man Howard zu verstehen. Alles was er gesehen und erlebt hat zerrt an ihm. Vorallem der Verlust seines besten Freundes und der Tod von Gordys Liebe. Dessen Ermordung er zu verschulden hatte und mitansehen musste. All diese Bilder und Erlebnisse haben ihn traumatisiert und lassen ihn nachts nicht schlafen - verfolgen ihn.
Der Tod seiner Frau macht seine Lage nicht einfacher und er beginnt in eine Welt zu versinken, in der seine Kinder nicht existieren und er bemerkt nicht, dass Ethie und Kipper einem Geheimnis auf der Spur sind, welches den Zusammenhalt der Familie auf die Probe stellt.

Mich und meine 'soziale Ader' hat Kipper sehr berührt. Er hat das Down-Syndrom und es ist einfach wundervoll, wie Ethie sich um ihn kümmert. Ich kann ihn mir lebhaft vorstellen und würde ihn manchmal einfach gerne in den Arm nehmen, um ihm zu sagen, dass alles wieder gut wird.
Ebenfalls sehr berührt hat mich die unglaubliche Liebe zwischen Lucy und Howard und der plötzliche Verlust. Es tut einem selbst schon weh, wenn man sich vorstellt, wie der arme leiden muss. Jeder der einen geliebten Menschen verloren hat, weiß wie man sich fühlt und wenn der Tod dann nicht natürlich ist, macht man sich erst recht Gedanken.

Donnas Schreibstil hat mich verzaubert und ich habe ihn aufgesogen. Sie schreibt wundervoll emotional und gefühlvoll, ohne dabei kitschig zu wirken. Top! Sie hat es geschafft mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen - ich wollte das Buch kaum weglegen.


Fazit                                                                                       .


Ein wundervolles Buch, vorallem durch die zwischengeschoben Kriegsrückblenden. Das Buch spielte sich schon wie ein Film vor meinem Auge ab.
Wird Howard trotz dieser Zeit und dem Verlust seiner Frau die Kraft findet dem Alkohol abzuschwören und seine Familie zusammen zu halten? All das erfährt man, wenn man die wundervolle Geschichte um die Coulters liest und sich von dem Schreibstil verzaubern lässt.
Hat mir wirklich sehr gefallen und diesmal fiel es mir richtig schwer eine Rezension dazu zu schreiben. Weil es mich auf eine Art berührt und verzaubert hat, die ich nur schwer beschreiben kann.


Kommentare

  1. Huhu!
    Mir hat "River" so gut gefallen, dass ich mich noch "getraut" habe, dieses Buch zu lesen - aus Angst enttäuscht zu werden ;-) Jetzt weiß ich aber, dass es bestimmt genauso toll ist und werde es bald lesen! Danke dafür!
    LG
    Marie

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  2. Ich habe 'River' leider noch nicht gelesen, sollte ich mal tun :D
    Also ich fand das Buch super, ich hoffe, dass es dir gefallen wird ;)
    LG, Ronja

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