Mittwoch, 13. Juli 2011

[Rezension] Cleo von Helen Brown


Huhu ihr Lieben,

ich finde es wird mal wieder Zeit für ein Buch, das richtig zu Herzen geht. Und da habe ich dieses Prachtstück für euch: 'Cleo' von Helen Brown.
Das passt irgendwie auch gerade zu meiner Stimmung, hier regnet es - nichts mit Sommer. Ich bin ja der Meinung wir hätten Pre-Herbst :D
Also hilft bei dem doofen Schmuddelwetter nur einkuscheln und lesen :)

Cleo - Wie ich das Lachen wieder lernte                                   .

Helen Brown
.....................
Verlag: Deuticke
384 Seiten
17,90 € - Gebunden
Originaltitel: Cleo. How an Uppity Cat Helped Heal a Family

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Kurzbeschreibung                                                                   .

Als Sam kurz nach seinem neunten Geburtstag überfahren wird und stirbt, bleiben seine Eltern und sein kleiner Bruder Rob verzweifelt zurück. Einige Wochen später wird ein eher hässliches weibliches Katzenjunges bei der Familie, die auf einem unwegsamen Hang am Rande von Wellington, Neuseeland, lebt, abgeliefert. Sam hatte sich das Kätzchen noch vor dem Unfall als Geschenk ausgesucht. Die in Australien lebende Autorin und Journalistin Helen Brown erzählt in dieser literarischen Autobiographie die berührende Geschichte ihrer Familie, die sich mit Hilfe der Katze Cleo nach dem tragischen Unglück zurück ins Leben kämpft.

Rezension                                                                                .

Ich finde es sehr mutig so ein autobiografisches Buch zu schreiben und viele Menschen an seinem Schicksal teil haben zu lassen. Zuerst dachte ich, dass Helen Brown ihr Buch durch und durch von Trauer durchfließen lässt - aber dem war nicht so. Verübeln könnte man es ihr nicht, denn ich denke, dass es nicht gerade einfach ist ein Kind zu verlieren.
Die Wut, Verzweiflung, Trauer, Angst des Vergessens etc. kann ich vollkommen nachvollziehen und fand es auch gut beschrieben. Nicht zu übertrieben und auch nicht schnulzig.
Als Cleo dann in das Leben der Familie trat, konnte ich mir bildlich vorstellen, dass sie für Helen nur eine Last ist, weil sie mit der Trauer und der Erinnerung an ihren Sohn beschäftigt ist. Doch dann sah ich Robs strahlendes Gesicht vor meinem geistigen Auge - eine Erinnerung an seinen großen Bruder. Für mich war klar das die Katze bleibt.
Und so wie Katzen magische, sogar heilende Kräfte nachgesagt werden, verhält sich Cleo auch. Sie ist genau das, was die Familie braucht. Sie ist da, fordert jedoch nicht allzu viel Aufmerksamkeit, sie hält alle auf trapp. Und im Laufe der Zeit entwickelt sie sich zu einem festen Mitglied der Familie und wirkt eher wie ein Mensch, als eine Katze - wie Sam.
Auch die Familie kommt langsam wieder auf den Dampfer.Mit einigen glücklichen Momenten, aber auch einigen Rückschlägen.
Alles in allem geht das Leben für Helen und ihre Familie weiter - so hart es auch klingen mag. Doch Sam wird nie vergessen, er ist immer da.


Fazit                                                                                       .

Ich habe geweint - so sehr. Und ich habe gelacht. Ein Buch mit solch einer Mischung ist wundervoll.

'Cleo' hat mich besonders gerührt, weil es keine 'erfundenen' Gefühle sind. Weil alles echt war. Und so liest sich das Buch auch. Man muss sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, man bekommt es direkt serviert. Und dabei ist das Buch so ehrlich, hart, aber auch liebevoll und voller Freude, Witz, Charme und Liebe.
Ein schönes Buch für ungemütliche Stunden - einkuscheln und lesen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen - ein gutes Buch, nicht nur für Katzenmenschen :)


Kommentare:

  1. Huhu!

    Bei mir kannst du wieder Bücher zur Rezension gewinnen, falls du magst :)

    LG Claudia

    http://claudias-buecherregal.blogspot.com/2011/07/bucher-rezensenten-abzugeben.html

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  2. Bei dieser Rezension kann ich wohl nicht anders, als mich mal zu Wort zu melden :)
    Ich wohne seit fünf Jahern ohne Katzen und jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, dann merke ich wieder, was mir fehlt. Wenn unsere Katze also nicht gerade morgens um fünf am Fenster randaliert, weil sie rein möchte, oder gerade dann dem Hungertode nahe ist, wenn man sich gemütlich hingesetzt hat, dann sind Katzen wohl das beruhigendste was es gibt.
    Als ich ein Auslandsschuljahr gemacht habe, und es mir dort ausgesprochen schlecht ging, konnte meine Mutter übrigens bevor sie mich angerufen hat schon an der Katze ablesen, wie es mir geht - die ist nämlich damals beinahe vor die Hunde gegangen. "Stress", war alles, was die Tierärztin dazu sagen konnte, ansonsten war nichts festzustellen. An meinen besseren Tagen sah das Tier dann nicht ganz so elend aus. Inzwischen geht es ihr längst wieder bestens, dem Alter entsprechend.
    Ach, sie heißt übrigens Cleo, und ich war damals in Neuseeland :)

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  3. @owyanna: Das ist aber ein Zufall :o)
    Ich finde auch, dass Katzen zwar ihre 'Macken' haben, aber äußerst beruhigend wirken.

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