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[Rezension] Die Freundin meines Sohnes von Lauren Grodstein


Hallo ihr Lieben,
nach einem fiesen Virus mit unglaublichen Schnupfen, Übelkeit und den sonstigen Beschwerden, geht es mir nun endlich wieder gut.
Ich habe nur rumgelegen und nichts getan, viel geschlafen und zwischendurch mal gelesen. Immerhin habe ich es geschafft, einige wunderbare Bücher zu beenden, darunter eines, welches ich euch heute einmal näher vorstellen möchte. Dabei handelt es sich um ein Exemplar, was mir freundlicher Weise bei einem Gewinnspiel auf LovelyBooks zur Verfügung gestellt wurde und zwar von der Schiller Buchhandlung :) Vielen Dank nochmal.

Die Freundin meines Sohnes                                                     .

Lauren Grodstein
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Verlag: Klett-Cotta
351 Seiten 
21,95 € - Gebunden 
Originaltitel: A Friend of the Family

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Kurzbeschreibung                                                                   .

Für Pete Dizinoff läuft alles prima. Er hat eine erfolgreiche Praxis, eine liebevolle Frau und ein hübsches Haus in einem gediegenen Vorort. Vor allem hat Pete einen Sohn, Alec, für den er nur das Beste will. Aber eines Tages und nach langer Abwesenheit taucht Laura wieder auf, die Tochter von Petes bestem Freund. Sie ist zehn Jahre älter als Alec, unwiderstehlich schön und steht in dem Verdacht, als Teenager ihr Baby bei der heimlichen Geburt getötet zu haben. Alec ist sofort von Laura hingerissen, Pete hingegen sieht seine Träume für den Sohn zerplatzen. In dem festen Glauben, nur in Alecs Sinne zu handeln, versucht er, die Beziehung seines Sohnes zu hintertreiben. Doch es sieht so aus, als ob er selber ein Auge auf Laura geworfen hätte. Und alles gerät außer Kontrolle …


Rezension                                                                                .

Bei diesem Buch musste ich zu Beginn eine Pause einlegen, um das Gelesene zu verarbeiten. Aber im weiteren Verlauf der Geschichte lösten sich diese Bilder wieder aus meinem Kopf. Es hat mir viel Freude gemacht dieses Buch zu lesen, weil es eine tolle Mischung aus vielen Gefühlen war. Trauer, Wut, Enttäuschung, Angst, Liebe, Freude, Glück etc. Diese Mischung macht das Buch sehr besonders und sehr lesenswert.

Idee/Umsetzung
Der Grundidee stand ich erst skeptisch gegenüber und war gespannt, was die Autorin aus dieser macht. Das Ergebnis hat mich überrascht und begeistert. Lauren Grodstein hat ihre Idee meines Erachtens sehr gut umgesetzt. Es ist eine sehr mitfühlende Story geworden rund um Familie, Freundschaft und Liebe geworden.

Schreibstil/Sprache
Der Schreibstil ist wundervoll und flüssig. Einfach zu lesen und dennoch wird man regelrecht in den Bann der Wörter gezogen und es fällt schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Was mich persönlich sehr anspricht ist, dass das Buch aus der Sicht des Vaters Pete Dizinoff geschrieben ist. Das macht die Geschichte persönlicher, trauriger.

"Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht - es überrascht Sie vielleicht, manche fragen noch -, zucke ich in letzter Zeit nur mit den Achseln und sage so gelassen wie möglich:"Viel besser, als sie glauben." Und das stimmt ja auch." 
(Seite 7)



Charaktere
Ich finde, dass alle - seien sie sympathisch oder nicht - Charaktere gut gelungen sind und ihren eigenen Charme haben. Bei Pete und Elaine merkt man, wie sehr sie ihren einzigen Sohn lieben. Die Freundschaft zwischen Pete, Elaine, Joe und Iris ist herzlich und tief verankert. Man nimmt ihnen die Freundschaft ab, weil sie echt wirkt. Alec fand ich anfangs niedlich, im Laufe der Geschichte wird er für mich leider zu einem arroganten jungen Mann. Leider ist er nur auf sich selbst fixiert. Laura war mir von Anfang an unsympathisch und ihre Rückkehr kam mir genauso ungelegen wie Pete. Ich mochte sie einfach nicht. Was einerseits an ihrer Vergangenheit liegen mag, andererseits liegt es an der Art wie sie sich gibt.

Atmosphäre/Umgebung
Das Haus, das Viertel, der Vorort - all das strahlt eine unglaubliche Idylle und Harmonie aus. Es klingt nach einem Ort, an dem man gerne aufwachsen möchte. Trotz der wohlhabenden Familien, fühlte ich mich nicht wie bei Gossip Girl oder Melrose Place. Ich fühlte mich in einem geborgenen kleinen Vorort mit Nachbarn, die ihre Hecke auch mal drei Zentimeter höher wachsen lassen ;) Leider kam man nur selten raus aus dem Viertel - vielleicht mal nach New York, aber das war unpersönlich und wurde kaum erwähnt. Schade eigentlich, dabei soll es doch eine so wunderbare Stadt sein - hier fehlte sein Charme.

Cover
Das Cover geht wie immer nicht in meine Bewertung mit ein, aber trotzdem ein Punkt, der mir immer auf dem Herzen liegt. Vorallem wenn es zu dem deutschen Cover auch ein englisches Cover gibt, das Original also. Das finde ich den Vergleich immer toll.
Das deutsche Cover spricht mich überhaupt nicht an - ich finde es - leider - total hässlich. Bin ja bekanntlich kein so großer Fan von Personen auf dem Cover und die Abbildung der beiden ist einfach grausam.


Ohne das Vater-Sohn-Paar hätte mir das Cover viel besser gefallen und hätte auch viel mehr Botschaft gehabt. Die beiden wirken wie mexikanische Einwanderer (ohne jetzt den Mexikanern zu nahe zu treten) und das passt nicht in die Geschichte. Ob man will oder nicht, man macht die beiden zu den männlichen Protagonisten und so habe ich sie mir nicht vorgestellt. Schrecklich.
Leider will mich aber auch keines der englischen Cover so wirklich begeistern. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, so würde ich wohl dieses wählen:

Ungefähr so stelle ich mir Laura vor und es passt auch zu ihrer Rolle im Buch. Mich stören zwar die ganzen Lobhudelei auf dem Cover - darauf kann ich gerne verzichten - aber dieses Cover spricht mich am meisten an. Das zweite englische Cover ist grausam, denn es hat - außer dem Titel - nichts mit der Geschichte gemeinsam. Kann mich nicht erinnern, dass einer der Protagonisten im Meer stand... und das letzte Cover ist okay, nur wirkt die Frau zu comichaft, die Nachbarschaft leider zu realistisch.


Fazit                                                                                       .


Ein tolles Buch, auch wenn ich das Ende nicht mochte. Aber man kann es ja nicht jedem Recht machen. Ansonsten war es eine tolle Geschichte, mit wundervollen Charakteren viel Leid und Schmerz, aber auch viel Freude und Spaß. Sehr zu empfehlen, das Buch hat mir viel Freude bereitet :)


Kommentare

  1. Wie schön das es dir wieder besser geht :) Grippe grasiert momentan :( Hatte sie auch vor zwei WOchen- und das im Urlaub :(

    Das Buch hört sich richtig schön an :) Sehr detailierte Rezension!

    LG
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    www.ThrillerOnline.de
    Jeden Montag neuer Lesestoff

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  2. Vielen Dank :)

    Ja, wurde auch Zeit :) Das ging gar nicht. Aber das nächste Autschn hat mich schon erreicht :D Im moment ist überall der Wurm drin :)

    Im Urlaub ist das fies, den hätte ich mir dann aber mit einem gelben Schein zurückgeholt und nochmal schön entspannt :D

    Lieben Gruß zurück.

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