Donnerstag, 15. Dezember 2011

[Rezension] Eragon von Christopher Paolini


Hallo ihr Lieben,

wie ihr ja wisst, bin ich nicht soo der Freund von Fantasybüchern, aber ich lese trotzdem gerne Bücher, die mir interessant erscheinen. Auch Empfehlungen nehme ich sehr gerne entgegen, so auch die einer Freundin zu diesem Buch.
Heute möchte ich euch den ersten Band von Eragon vorstellen (der vierte und aktuellste Teil ist gerade im cbj Verlag erschienen).

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter                             .

Christopher Paolini
.................................
Verlag: cbj Verlag
608 Seiten  
19,90 € - Gebunden ( auch als Taschenbuch erhältlich - 8,99 €) 
Originaltitel: Inheritance Trilogy 1: Eragon

Hier lesen - Hier bestellen


Kurzbeschreibung                                                                   .

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird er in eine schicksalhafte Welt voller Magie und dunkler Mächte geworfen, die regiert wird von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Mit nichts als einem Schwert bewaffnet, stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse, an seiner Seite seine treue Gefährtin, der blaue Drache Saphira.

Rezension                                                                                .

An Fantasybücher gehe ich immer ohne Erwartungen ran, denn Fantasy passt in keinen Rahmen. Es ist das Genre, wo der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.  Deshalb gehe ich erwartungslos an solche Bücher heran. Und, was ich auf keinen Fall vergessen darf ist, dass es sich bei dem Buch um ein Jugendbuch handelt. Viele vergessen das in ihren Rezensionen. Ein einfacher Schreibstil heißt nicht, dass das Buch schlecht geschrieben ist, das angesprochene Publikum muss das Buch ja auch verstehen. Nun also zur Rezension.

Idee/Umsetzung
Die Geschichte an sich finde ich gut. Das Buch ist auch definitiv besser umgesetzt, als der Film - den fand ich furchtbar (bin eh kein großer Fan von Verfilmungen). Zwischendurch hatte das Buch Schwächen, die mich an den Rand des Wahnsinns getrieben haben. Aber ich habe mich dann wieder aufgerappelt und mich zusammengerissen. Immerhin gab es auch Stellen, die mich wirklich gefesselt haben. Alles in allem ganz gut umgesetzte, für unsere lesefaule Jugend auf jeden fall mal einen Blick wert.

Schreibstil/Sprache
Zu Beginn war die Sprache wundervoll, was sich dann im Laufe der Geschichte leider verlief und auch nicht wieder auftauchte. Der Schreibstil ist einfach gehalten, für mich leider zu einfach. Klar, es ist ein Jugendbuch, aber einen weiteren Band würde ich in diesem Schreibstil nicht lesen. Dennoch denke ich, dass man über die sehr einfache Sprache hinweg sehen kann (vorallem als Jugendlicher ;])

Charaktere
Mh, kommen wir nun zu einem sehr schwierigen Thema für mich. Die Atmosphäre und die Charaktere spielen für mich die Rolle überhaupt. Ich muss alles abkaufen, was der Protagonist mir anbietet - bedingungslos.
Ich brauche in Fantasyromanen unbedingt starke Charaktere. Und das ist hier eher nicht der Fall. Der Protagonist Eragon ist leider ein langweiliger 'Held' - der den ganzen Roman über uninteressant bleibt. Seine Fähigkeiten scheint er nicht zu erlernen, sondern morgens beim Aufwachen einfach zu besitzen. Leider sind die Guten so gut, das es schon fast an Naivität grenzt (gut, der Autor war zu Beginn des Romans erst 15 und das spürt man beim Lesen auch). Andersrum sind die Bösen ziemlich böse, aber jeglicher Hinweis auf böse Taten oder ähnliches wird auch prompt verraten. Das ist selbst für ein Jugendbuch ein bisschen übertrieben. Einzig und allein die Drachendame Saphira ist mir ans Herz gewachsen.

Atmosphäre/Umgebung
Argh, das ist neben den Charakteren das A und O. Und auch hier hat das Buch leider seine Schwächen. Man wird durch unglaublich lange und ausführliche Reisebeschreibungen gelangweilt - man beginnt sich sogar zu freuen, wenn diese Reise endlich ihr Ende hat. Ich fühlte mich in keinem Szenario in der Geschichte zuhause, ich war nie 'dabei'. Ich war immer nur Zuschauer ... es kam nie das Gefühl auf, dass es nun brenzlig wird. Auch die sogenannten Spannungsmomente waren so vorhersehbar und schnell vorbei, wie sie gekommen waren. Schade eigentlich.

Cover
Gegen das Cover habe ich nichts einzuwenden. Es ist eher schlicht gehalten, aber trotzdem schön. Typisches Jugendbuchcover. Die Schrift des Titels gefällt mir sehr gut. optisch auf jeden fall ein Hingucker.

Fazit                                                                                       .

Der Prolog war super geschrieben und versprach ein wunderbares Buch. Leider enttäuschte der weitere Verlauf. Die Idee an sich ist nicht neu, aber es hätte ein eigenständiges und gutes Buch werden können. Leider scheinen viele Ideen aus anderen, bekannten Werken zu stammen.
Auch das Lob über Buch und Autor kann ich nicht ganz nachvollziehen. Sei es drum. Für Jugendliche die keinen hohen Anspruch an Story und Charaktere stellen ein lesenswertes Buch, für alle anderen eher nicht zu empfehlen.


Kommentare:

  1. hui, das Buch ist ja wirklich schlecht bei dir weggekommen, hätte ich nicht gedacht.
    könntest du noch sagen, welche "Schwächen" dich "an den Rand des Wahnsinns" getrieben haben ? mir fällt gerade keine ein, die so schlimm ausgefallen sein könnte o.O
    die langen Reisebeschreibungen sind wirklich unnötig, das stimmt.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, bei mir als Erwachsene. Ich glaube, als Jugendliche in dem Alter hätte ich es nicht sooo schlecht gefunden. Ich denke auch nicht, dass es was für Fantasyfans ist, die schon 'Herr der Ringe' etc gelesen haben.
    Ach, mich stören oft so einfache Sachen ... die Reisebeschreibungen zum Beispiel, das nervt nach einiger Zeit. Leider ist es ja nicht nur die Reise, die so datailliert ausfällt. Ich finde, dass der Fokus mit der detailreichen Beschreibung auf den falschen Sachen liegt.
    Auch so Sätze wie:"Er hob eine Hand und murmelte: »Böetq Istalri!«, woraufhin etwa dreihundert Quadratmeter Wald in Flammen aufging."
    Argh... ein Teil des Waldes ging in Flammen auf hätte gereicht, klingt wie in einem Mathebuch. Sowas stört mich, weil es so unglaublich kindlich wikt - einen Jugendlichen mag das nicht stören, mich schon.

    Wie gesagt, fand ich auch die Charaktere nicht tiefgründig, aber das geht mir oft so. Von der Sprache her angenehm zu lesen, aber ich werde keinen weiteren Teil lesen ;)

    AntwortenLöschen
  3. Also ich bin definitiv nicht anspruchslos, aber das Buch habe ich geliebt =) Mir gefallen gerade die ausführlichen Beschreibungen und die Charaktere fand ich auch toll ;)
    Naja, Geschmäcker sind verschieden ^^

    AntwortenLöschen
  4. @Wonder: Ja, Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden :) Ich möchte damit auch niemanden zu nahe treten oder beleidigen, ich hoffe, es kommt nicht so rüber :/
    Ich habe schon bei Amazon gesehen, dass die Meinungen unglaublich auseinander gehen :D Für ein Jugendbuch fand ich es okay ;)

    AntwortenLöschen

Lasst eure Gedanken hier - sie für sich zu behalten, ist wie einen Kuchen backen und alleine essen. Es macht keinen Spaß :)