Freitag, 30. Dezember 2011

[Rezension] Ich.darf.nicht.schlafen von S.J. Watson


Hallo ihr Lieben,

nun ist es bald soweit und das neue Jahr steht praktisch schon im Türrahmen. Und ich habe noch ganz spontan beschlossen schnell ein Buch zu lesen und morgen dann mal einen 'Buchfreien-Tag' (wenn das möglich ist) zu machen.
Deshalb kommt hier meine letzte Rezension im Jahre 2011 :)

Bei dem Buch handelt es sich um den Thriller 'Ich.darf.nicht.schlafen.' von S.J. Watson (Original: Before I Go To Sleep) aus dem Scherz Verlag (einem Verlag der S. Fischer Verlag GmbH). Den Titel fand ich äußerst ansprechend und auch der Klappentext klang vielversprechend.


Der deutsche Buchtrailer ist, meiner Meinung nach, nicht so aussagekräftig. Deshalb habe ich nochmal einen englischen Trailer hochgeladen, denn den finde ich bei weitem besser und interessanter.



Ich.darf.nicht.schlafen.                                                              .

S.J. Watson
...................
Verlag: Scherz Verlag
 397 Seiten 
14,95 € - Broschiert 
Originaltitel: Before I go to sleep

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Kurzbeschreibung                                                                   .

Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?


Rezension                                                                                .

Das Buch klang laut Presse und Klappentextes nach einem tollen Thriller. Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach einem richtig guten Thriller, werde nur jedes Mal enttäuscht, weil es einfach nicht gelingen will, mir das zu bieten, was ich erwarte.
Anfangs hat mich das Buch richtig in den Bann gezogen. Seite um Seite flog ich durchs Buch, doch dann fiel es mir immer schwerer mich 'durchzukämpfen' und ich habe es eine Weile beiseite gelegt. Nun habe ich es durch, mir alles durch den Kopf gehen lassen und bin nun bereit, meine Rezension zu verfassen.

Idee/Umsetzung
Wie gesagt, von der Idee einer Frau, die immer wenn sie schlafen geht ihre Erinnerungen an alles erlebte verliert - weil ich Gehirn nicht in der Lage ist diese Ereignisse abzuspeichern oder altes aufzurufen, war ich begeistert. Die Umsetzung ist auch sehr gut gelungen. Einzig und allein dieses ewige, täglich aufs Neue alles kennen lernen und neu erfahren war mir irgendwann zu lästig. Klar ist es für die Protagonistin schwer, aber als Leser ist es nur störend. Vorallem wenn die Kapitel sich nur darum drehen, wie sie ihr Tagebuch las und neues hineinschrieb. Das gefiel mir nicht so.

Schreibstil/Sprache
Sehr angenehm geschrieben, leicht zu lesen. Mal ein Buch, dass mich nicht durch eine unmögliche Satzstellung oder Schreib-/Grammatikfehler aus dem Lesefluss riss. Dennoch bremste mich irgendetwas beim Lesen. Was es war kann ich nicht sagen, aber ich habe langsamer als sonst gelesen. Mysteriös :)

Charaktere
Die Protagonistin Christine Lucas tut einem unbeschreiblich leid und man möchte auf gar keinen Fall mit ihr tauschen. Jeden Tag aufs neue erkennt sie ihren Mann, ihr Zuhause nicht mehr. Anfangs ist sie noch sehr verwirrt, bis sie ihr Tagebuch beginnt und sich durch das lesen ihrer 'Erinnerungen' Stück für Stück zurück in ihr Leben kämpft. Ab dem Moment wird sie für mich erst so richtig interessant. Eine starke Frau, die es nicht zulassen will, dass etwas ihr Leben zerstört hat und ihre Erinnerungen nimmt. Bei dem Versuch sich wieder an alles zu erinnern wandelt sie auf einem schmalen Grad zwischen Realität und Fantasie. Habe ich das erlebt oder entspringt das meiner Fantasie? Wem kann ich trauen? Ein toller Charakter.
Ihr Ehemann Ben hingegen finde ich unsympathisch. Es scheint nicht lange her gewesen zu sein, seitdem er seine Frau aus einer psychartrischen Anstalt nach Hause geholt hat, dennoch wirkt er ab und an sehr distanziert und gelangweilt. Er wirkt nicht so, als belaste es ihn, dass er jeden Tag aufs Neue erzählen muss, wer er ist und was seine Frau erlebt hat.

Atmosphäre/Umgebung
Ich finde bei einem Thriller muss die Atmosphäre ab und an zum Zerreißen gespannt sein. Leider war das hier eher selten der Fall. Zwischendurch flammte kurz etwas auf, erlosch dann aber wieder.
Einzig und allein die Empfindungen die Christine zu Hause hat - dieses fremd sein - konnte ich nachvollziehen und mitfühlen, da diese Atmosphäre auch rüber kam.

Cover
Das Cover gefällt mir gar nicht! Was diese Motten immer auf den Covern wollen - keinen blassen Schimmer. Ich finde es nicht schön und kann auch keinerlei Verbindung zum Buch finden.
Das UK Cover ist zwar ganz nett, aber auch nichts, was ich mit dem Buch in Verbindung bringen würde. Die beiden letzten Cover (beide US) gefallen mir am besten. Sie spiegeln meines Erachtens nach Inhalte aus dem Buch wieder.

Fazit                                                                                       .

Ein einigermaßen interessantes Buch, was zu Beginn sehr spannend war, im Mittelteil aber schwächelte. Das Ende fand ich plump und blöd. Wirklich blöd. Es hat mir überhaupt nicht gefallen und ich hätte es mir so im Entferntesten nicht vorgestellt. Es passte für mich nicht dazu und hat das Buch leider kaputt gemacht. Für mich eines der schlimmsten Enden überhaupt, schade.


Kommentare:

  1. *..☆.....*Einen tollen Rutsch…☆
    ;.*..*.….in ein gesundes......
    ..* ☆*…erfolgreiches…2012…...* ☆*

    wünscht Dir Anett

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  2. Hm, ich lese ja eigentlich seltenst oder besser gesagt seit einer Weile gar nicht (xD) Thriller... Aber das war mal ein Klappentext, der mich seeehr gereizt hat. Aber wenn ich Deine Rezension so lese, dann lasse ich es vllt doch besser sein. Sonst lese ich am Ende gar keinen Thriller mehr. Mein letzter war ja "Ex - Schön dass du tot bist" ...und der war einfach nur *gääähn* ... also wenn ich je wieder einen Thriller anpacke, dann muß er auch wirklich überzeugend sein ;) Eine schöne Rezension :)

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch in ein gesundes, tolles und bücherreiches neues Jahr!

    Liebe Grüße :)

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