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Fünf Minuten mit ... # 6


Hallo ihr Lieben,

im Moment gibt es bei LovelyBooks viele tolle Aktionen zu einer Menge Debüt-Autoren. Das hat mich dazu veranlasst, ein paar neue Interviews für euch zu machen. Denn irgendwie bin ich beim Rezensionen schreiben im letzter Zeit im Verzug, komm einfach nicht aus dem Knick - kennt ihr das?

Heute habe ich Mechthild Gläser auf meiner imaginären Blogcouch ;)
Viele von euch werden sie kennen, denn ihr Debütroman 'Stadt aus Trug und Schatten' erschien im Januar 2012 im Loewe Verlag. 



Und für diejenigen unter euch, die sie nicht kennen wird es höchste Zeit :) 

[Fünf Minuten mit Mechthild Gläser]
Zuerst möchte ich einfach ein bisschen was von dir erfahren – eine Art Steckbrief. Woher kommst du? Was hast du gelernt – Ausbildung, Studium etc.?
Geboren wurde ich im Sommer 1986 in Essen, aufgewachsen bin ich quasi nebenan in Mülheim an der Ruhr. Inzwischen wohne ich aber wieder in Essen. Wenn ich nicht gerade schreibe, widme ich mich meinem Studium an der Uni Bochum. Zuerst habe ich dort einen Bachelor in Geschichte und Politikwissenschaft gemacht. Jetzt absolviere ich ein internationales Masterprogramm mit dem schönen Titel „European Culture and Economy“.

Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann hast du beschlossen einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen? Stand für dich das Genre Kinder-/Jugendbuch schon fest oder hast du dich ein bisschen ausprobiert? 

Schon als Kind habe ich sehr gerne und viel gelesen. Auf die Idee, selbst etwas zu schreiben, bin ich allerdings erst im Alter von 14 Jahren gekommen. Damals besuchte ich die Theater-AG meiner Schule und unsere Lehrerin schrieb die Stücke, die wir aufführten selbst. Der Moment, in dem ich das herausfand, war für mich eine Art Wendepunkt, weil mir plötzlich klar wurde, dass es ganz normale Menschen sind, die sich Geschichten ausdenken! Deshalb setzte ich mich hin und schrieb zunächst auch ein Theaterstück, was besagter Lehrerin so gut gefiel, dass wir es gemeinsam auf die Bühne brachten. Dieser erste Erfolg gab mir den Mut, mich auch mal an einem längeren Text zu versuchen. Ich war fünfzehn, als ich beschloss, einen Roman zu schreiben. Tatsächlich waren meine Geschichten von Anfang an im Kinder- und Jugendbuchbereich angesiedelt. Vermutlich, weil es das war, was ich auch privat hauptsächlich gelesen hatte. Später dann habe ich auch mal kurz versucht, etwas für Erwachsene zu schreiben, bin dann aber rasch wieder zu den Jugendbüchern zurückgekehrt.

Wird es mehr von dir geben – jetzt mal die Trilogie außer Acht gelassen? Hast du Lust auch ein anderes Publikum anzusprechen z.B Thrillerfans oder wirst du den Kinder- und Jugendbüchern treu bleiben?

Ja, es wird noch mehr von mir geben. Was, darf ich allerdings noch nicht verraten. Im Moment schreibe ich am liebsten Fantasy für Jugendliche, aber ich hätte auch Ideen für ganz andere Geschichten.



Ich bin so neugierig und muss diese Frage IMMER stellen :) Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass dein Buch veröffentlicht wird und es dann in der Buchhandlung stehen zu sehen? 
Ganz ehrlich: Es ist ein merkwürdiges Gefühl. In all den Jahren zwischen meinem 15. und meinem 24. Lebensjahr, in denen ich Geschichten für die Schublade produzierte, habe ich mir ausgemalt, wie es sein würde, ein Buch mit meinem Namen drauf im Regal stehen zu sehen. Als das dann aber wirklich eingetreten ist, war es doch ganz anders, irgendwie surreal. Ich bin natürlich glücklich und stolz, wenn ich in eine Buchhandlung gehe und dort einen Stapel meiner Schattenstadt liegen sehe. Aber so richtig glauben kann ich es noch immer nicht.


Bevorzugst du privat ein anderes Genre oder liest du auch gerne Kinder-/Jugendbücher? Ich persönlich liebe Krimis und Thriller, hätte aber keine Idee dieses Interesse in einem Buch unterzubringen. Ich würde beim Schreiben eher in die Richtung Fantasy gehen und das lese ich persönlich absolut ungern und selten :)

Bei mir ist es so, dass ich das schreibe, was ich selbst am liebsten lese. In meinem Bücherregal finden sich fast ausschließlich Fantasy-Jugendbücher. Allerdings bin ich auch ein großer Fan von Jane Austen. Ihre Romane könnte ich immer wieder lesen.


Im Januar 2012 erschien dein erster Roman ‚Stadt aus Trug und Schatten‘ im Loewe Verlag. Magst du kurz erzählen worum es geht? 

Die Grundidee meines Romans ist die, dass die Seelen aller Menschen Nacht für Nacht im Schlaf in eine schattenhafte Stadt namens Eisenheim wandern. In Eisenheim ist alles schwarz-weiß, die Naturgesetze sind ganz anders, als in der wirklichen Welt und es gibt Zeppeline, elegante Spaziergänger und Fabriken. Die meisten Menschen erleben diese Reise ihrer Seelen nicht bewusst mit, sie wissen am nächsten Tag nichts mehr davon. Meine Protagonistin, die siebzehnjährige Flora jedoch wird von einem Tag auf den anderen zu einer der wenigen Auserwählten, die sich Wandernde nennen und sich sehr wohl erinnern können. Doch damit nicht genug. In Eisenheim erfährt Flora, dass ihre schlafende Seele einen mächtigen alchimistischen Stein gestohlen hat, hinter dem eine ganze Reihe von Leuten her ist. Blöd nur, dass Flora sich nicht daran erinnern kann, wo sie den Stein versteckt hat und warum. Ja, und außerdem ist da noch Marian, der finnische Austauschschüler, der plötzlich sowohl in Eisenheim als auch in Floras realem Leben auftaucht…


Was magst du an deinem Buch besonders? Was MACHT dein Buch so besonders? 

Ich persönlich mag meine Figuren am liebsten, Flora, Marian, aber auch der Bettler Barnabas und der zwielichtige Eiserne Kanzler sind meine Lieblinge. Außerdem liebe ich es, über Eisenheim zu schreiben und jeden Winkel dieser düsteren Welt zu erkunden. Was mein Buch besonders macht, ist denke ich die Grundidee der wandernden Seelen und damit verbunden die beiden sich abwechselnden Handlungsstränge: Tagsüber in Essen und nachts in der dunklen Metropole. Flora führt zwei Leben in zwei Welten und im Laufe der Zeit verschmilzt beides immer mehr miteinander. 
 

Hast du deinem/deiner Protagonisten/in eine Eigenschaft von dir gegeben – bewusst oder unbewusst – oder schafft man es, sich persönlich aus den Charakteren rauszuhalten? 

Flora wohnt genau wie ich in Essen. Außerdem machen wir beide Ballett in unserer Freizeit. Da hört es mit den Parallelen aber auch schon auf. Natürlich hat jeder Charakter irgendwo ein bisschen was von mir. Das passiert schon allein dadurch, dass ich mich beim Schreiben in meine Figuren hineinversetze. Trotzdem habe ich mich nicht selbst in den Roman hineingeschrieben. Bei allem, was Flora im Laufe der Geschichte (auch in den folgenden beiden Bänden) durchmachen muss, brauchte ich eine Heldin, die (anders als ich) nicht lange fackelt, bevor sie Entscheidungen trifft und auch mal beherzt das Falsche tut. Flora mit ihrer großen Klappe und der impulsiven Art war da genau richtig.  


Wenn du einen kurzen, knackigen und interessanten Werbeslogan für dein Buch schreiben müsstest, wie würde er lauten? 

Da muss ich nicht lange nachdenken, denn meine Lektorin hat schon einen sehr passenden Slogan gefunden: „Wir sehen uns in Eisenheim!“

Ein dickes Dankeschön an Mechthild, dafür, dass sie meine Fragen so ausführlich uns schnell beantwortet hat :) Vielen Dank. Und nun noch ein paar Informationen zu Mechthilds Blogtour:

Vom 5. bis 14. März wird Mechthild Gläser eine Blogtour zu ihrem Roman „Stadt aus Trug und Schatten“ auf zehn Bücherblogs begleiten. Dabei wird sie in exklusiven Gastbeiträgen Einblicke in ihre Arbeit und ihren Alltag geben sowie Hintergrundinformationen zu ihrem Debüt verraten.  
(Quelle: http://www.loewe-verlag.de)

Termine und Blogs:
 

Kommentare

  1. Ich muss das jetzt mal loswerden: Auf dem Foto sieht die Autorin irgendwie supersüß aus. ^^
    Tolles Interview! :)

    LG <3
    Lydia

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  2. Hallo Lydia,
    ja das war auch das erste, was mir zu dem Bild einfiel - supersüß :D
    Gut, dass ich nicht alleine mit der Meinung dastehe.

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