Sonntag, 24. März 2013

[Rezension] Die Toten von Sandhamn von Viveca Sten


Hallo ihr Lieben,
dieses Wetter bringt mich noch um! Schnee, Sonne, Schnee und Schnee - warm, kalt. Ich hab genug. Problem an diesem Wechselbad - ich bin lustlos, egal um was es geht. Lustlos und genervt :D Oh man, die armen Männer um mich herum.
Zwischendurch schaff ich es dann aber doch mal ein Buch zu lesen. Und diesmal ist es der dritte Teil von Viveca Sten. Ihr wisst ja, ich hab eine Schwäche für skandinavische Krimis ;)

Die Toten von Sandhamn                                                           .


Viveca Sten
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Verlag: KiWi-Verlag
352 Seiten
14,99 € - Broschiert
Originaltitel: I grunden utan skuld

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Kurzbeschreibung                                                                      .

Thomas Andreasson wird nach Sandhamn gerufen: Ein Mädchen ist verschwunden. Obwohl sofort eine fieberhafte Suche einsetzt, bleibt sie ohne Erfolg. Wo steckt Lina, und wer ist für ihr Verschwinden verantwortlich?


Als Thomas’ Jugendfreundin Nora durch einen Zufall herausfindet, dass ihr Mann sie hintergeht, fährt sie trotz Eis und Schnee mit ihren Söhnen nach Sandhamn, um in Ruhe nachdenken zu können. Die Inselbewohner sind erschüttert, denn gerade ist ein Mädchen verschwunden – noch geben die Eltern die Hoffnung nicht auf, dass sie ihre Tochter lebend zurückbekommen. Doch dann machen ausgerechnet Noras Söhne beim Spielen eine schreckliche Entdeckung …
Knapp 100 Jahre zuvor: Der kleine Thorwald leidet unter den brutalen Ausbrüchen seines Vaters. Dieser vergöttert die Tochter, misshandelt aber den Sohn; die Mutter schaut untätig zu. Thorwald möchte von der Insel fliehen.

Rezension                                                                                  .

Idee/Umsetzung
Dieser Teil spielt in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Dieses Zusammenspiel macht das Buch zu einer interessanten Mischung. Die Teile aus der Vergangenheit spielen für die Gegenwart eine wichtige Rolle und umso interessanter fand ich diese Teile im Laufe des Buches. Ich hab mich immer wieder auf diese Teile und vor allem auf Thorwald gefreut. Der Wechsel dieser Teile ist gut gelungen, hat mir sehr gut gefallen.

Schreibstil/Sprache
Stens Schreibstil ist wie immer sehr flüssig, es gab keine Ausdrücke oder Worte die mich aus dem Rhythmus gebracht haben. Sie lässt mich immer wieder in eine Welt eintauchen, in der ich mich völlig verlieren kann.

Charaktere
Die Hauptcharaktere sind hier wieder Thomas und Nora. Und ich liebe Nora. Sie ist für mich eine so unglaublich reale Persönlichkeit. Es ist nicht alles einfach und ihr Leben ist auch nicht nur wunderbar. Toll ist auch, dass sie nicht in jedem Buch in Gefahr gerät. 
Nora ist unglaublich tapfer und stark, dennoch sehr verletzlich. Sie macht eine Menge durch, vor allem wegen der Trennung von Hendrik, ihrem Mann.
Natürlich ist sie auch in diesem Teil wie eine kleine neugierige Privatdetektivin, aber genau das macht sie so liebenswert.
Thomas ist wie immer der traumhafte Polizist, der auch eine Menge hinter sich hat. Der Tod seiner Tochter - die Scheidung von seiner Frau. Auch er ist ein glaubhafter Charakter, nicht zu perfekt, keine unglaubwürdigen Schicksalsschläge (nicht too much) und am meisten beeindruckt mich die Freundschaft der beiden.
Manchmal überkommt mich glatt ein bisschen Neid - ich hätte auch gern so jemanden an meiner Seite.
Die beiden geraten wieder in eine Ermittlung, die diesmal weit in der Vergangenheit liegt.

Atmosphäre/Umgebung
Diesmal ist es keine Sommerstimmung, die einen in den Bann von Sandhamn zieht, sondern ein Frösteln. Nicht nur, weil es wieder um einen grausamen Mord geht, sondern auch Winter ist. Die Insel ist in Eis und Schnee gehüllt, da Nora sich außerhalb der Saision auf der Schäreninsel befindet. Und das spürt man auch. Beim Lesen hab ich mich oft ganz fest eingekuschelt, passend das es bei uns auch noch bitter kalt ist.
Am meisten hat mich diesmal das Familiäre im Buch überzeugt. Die Insel und die paar Bewohner, die im Winter dort leben - Nora und ihre Söhne, Thomas und seine Exfrau.
Auch die Spannungsmomente waren super - erst recht, wenn sie von einer Rückblende unterbrochen werden und man schneller liest, um nichts zu verpassen. 

Cover
Das Cover ist wie bei allen Büchern von Viveca Sten mit einem skandinavischen Motiv versehen. Viele Cover dieser Krimis z.B auch von Hakan Nesser werden von solch Motiven geziert. Ein Boot, welches vor einem schwedischen Haus vor Anker liegt oder ähnliches. Und egal wie banal das Ganze ist, mir gefällt es ungemein. Es löst bei mir eine gewisse Grundstimmung aus, die ich nicht erklären kann.
Auch wenn die Cover meist fröhlicher Natur sind und somit meist nicht zum Inhalt passen, lösen sie in mir die richtige Stimmung aus.

Fazit                                                                                          .


Mir hat auch der Dritte Fall von Thomas Andreasson gefallen. Ich freue mich immer, wenn Charaktere über eine Reihen bleiben und so sympathisch sind wie Thomas und Nora. Ich freue mich schon auf den vierten Teil - Mörderische Schärennächte: Ein Fall für Thomas Andreasson.




1 Kommentar:

Lasst eure Gedanken hier - sie für sich zu behalten, ist wie einen Kuchen backen und alleine essen. Es macht keinen Spaß :)