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[Rezension] Böse Träume von Christopher Ransom

Böse Träume                                                                          .

Christopher Ransom
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Verlag: Ullstein
496 Seiten
9,99 € - Taschenbuch

Original Titel: The people next door (Sphere)


Kurzbeschreibung                                                                    .


Es gibt sie, die perfekten Nachbarn. Mitten in der amerikanischen Vorstadtidylle schließen Mick, seine Frau Viola und die Kinder Freundschaft mit den neuen Nachbarn. Die Renders sind attraktiv, freundlich und großzügig. Und gefährlich. Sie hüten ein Geheimnis. Ein tödliches Geheimnis. Doch als Mick und seine Familie das merken, ist es fast zu spät. Sie sind in die Falle gegangen. Und es gibt keinen Ausweg mehr.


Rezension                                                                                .


Das Buch habe ich bei Vorablesen entdeckt. Die Leseprobe war ganz interessant, hatte mich aber nicht allzu sehr überzeugt. Ich bin ja ein großer Thriller-Fan und genau deshalb wollte ich es lesen, dem Buch eine Chance geben.

Wie gesagt ich war von Anfang an nicht sehr angetan vom Buch, aber aufgrund der Story dachte ich, dass da noch richtig was zu reißen ist.
Der Klappentext bereitete mich auf Mick und seine Familie vor - seine Frau heißt übrigens nicht Viola, sondern Amy ... und eine gefährliche Nachbarschaft. Ich war gespannt.

Ich muss sagen von den fast 500 Seiten, fand ich 350 Seiten gähnend langweilig. Auf den letzten Seiten war es mir dann zu doll. Zu viel Blut und auch zu viel Story. Für mich leider ein kompletter Fehlgriff. 

Die Idee an sich, war eigentlich gut. Das ein mysteriöser Urlaub und ein Ereignis etwas unheilvolles auslöst, es wurde nur schrecklich umgesetzt. Zu Beginn sind es einfach viel zu viele sinnloses Ereignisse, die einem zwar im Nachhinein klar werden, aber zum Zeitpunkt des Lesens einfach nicht passen wollen.

Das Buch zeigt einzelne Geschehnisse der vier Familienmitglieder plus Rückblicke von dem Inselurlaub. Ein heilloses Durcheinander. Irgendwann habe ich das Buch zur Seite gelegt und ein anderes gelesen.

Der Schreibstil war in Ordnung, über den kann ich mich nicht beklagen. 
Mir sind jedoch zwei kleine Fehler aufgefallen, die mich auch sofort aus dem Lesefluss gerissen haben. Wie schon erwähnt der falsche Name von Micks Frau im Klappentext und dann gab es eine Szene, wo erst das Blackberry erwähnt wurde und dann das IPhone. Diverse Rechtschreibfehler lasse ich jetzt einfach im Raum stehen.

Leider waren mir die Charaktere zu oberflächlich. Ich empfand niemanden als interessant oder tiefgründig. Einzig und allein Mick konnte mir ein bisschen Sympathie abringen, da er als Familienoberhaupt auf den Schutz seiner Familie bedacht war. Leider kam das auch erst zum Ende des Buches heraus. Die Seiten davor wirkte alles so, als wolle er sie absichtlich zerstören.

Alles in allem waren es zu viele Sichten auf die Ereignisse und zu viele Charaktere. Die Renders waren für mich seit langem die schlechtesten Charaktere, die mir in einem Buch untergekommen sind. Sie waren total hohl und leblos - als hätten sie ihren Auftritt im Buch und werden dann zur Seite gestellt.

Die Atmosphäre war zwischenzeitlich richtig gut und unheimlich. Und bis zu dem Unfall von Mick dachte ich auch, dass es ein tolles Buch werden kann.

Das Problem an dem Buch war für mich, dass es viele lange Passagen gab, die einfach nur langweilig waren. Es passierte zwar einiges in der Geschichte, man ging aber förmlich auf der Stelle, ohne Entwicklung. Am Ende kam es dann buchstäblich zu einer Explosion an Ereignissen und Erklärungen. Für mich zu viel auf den paar Seiten.
Wie es sich entwickelte war gut und auch der Auftakt am Ende war hervorragend, ich hab mich lange nicht so geekelt (im positiven Sinn) - aber vorher musste ich mich durch so viele langweilige Seiten kämpfen, dass diese Finale mich nicht umhauen konnte. Schade eigentlich.

Das Einzige, was mich an diesem Buch überzeugt hat, war das Cover. Erstmal, weil sie dem Originalcover treu geblieben sind und es wirklich gut ist. Die Farben und auch das Motiv sind unheimlich. Und es kommt auch ein See in dem Buch vor, der das Leben der Nashs verändert. Für mich ein tolles Cover zum Buch.


Fazit                                                                                          .


Es hätte ein tolles Buch werden können, wenn man die Spannung und die Ideen - die sich am Ende gesammelt haben - auf das ganze Buch verteilt hätten. 
Das Buch war streckenweise langweilig und am Ende wurde man mit der Story erschlagen.
Für mich leider nicht überzeugend, wenn ich ein Buch beiseite legen und eine anderes lese und innerhalb von zwei Tagen beende, dann stimmt was nicht.
Die Idee war nett, die Umsetzung leider schwach.






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