Sonntag, 29. März 2015

[Kinderkiste] Die Krumpflinge - Egon zieht ein! von Annette Roeder

Hallo ihr Lieben,

nach langer Zeit gibt es auch mal wieder ein Buch, das ich in der Kita gelesen habe. Da es etwas länger war und in kleine Kapitel aufgeteilt, hatten wir einige Wochen etwas von dem Buch. Und wie das im Kindergarten so ist - Schließzeit, Urlaub und Krankheit - haben wir es jetzt erst durch.
Leider zieht sich zur Zeit alles so sehr.
Zurück zum Buch. Über Blogg dein Buch bin ich darauf aufmerksam geworden und habe es dann vom cbj Verlag auch zur Rezension bekommen.
Ich fand das Cover und die Geschichte unglaublich niedlich und es war auch endlich mal nicht zu 'mädchen-lastig'.

Kennst du eigentlich die Krumpflinge? Das sind kleine, wuschelige Wesen, die im vollgerümpelten Keller einer alten Villa hausen. Wenn sie sich nicht gerade ärgern, sammeln sie Menschen-Schimpfwörter und brühen sich 'Krumpftee' daraus. Auf das köstliche Gebräu sind alle Krumpflinge ganz wild! Auch der kleine Egon, der ansonsten ein wenig aus der Art schlägt. Obwohl er sich bemüht, so böse und gemein zu sein, wie es sich für einen guten Krumpfling gehört, ist er meistens viel zu nett!

Doch eines Tages bekommt Egon die Gelegenheit es seiner Sippe zu beweisen: Er soll dafür sorgen, dass die Schimpfwörter wieder richtig sprudeln. Eine schwierige Aufgabe - zumal neuerdings eine Familie in der Villa wohnt, der kein böses Wort über die Lippen kommt.
Egon und die Krumpflinge war ein tolles Buch. Gerade bei den Schulkindern ist mir aufgefallen, dass sie unglaublich viel von der Geschichte behalten haben.
Durch die - schon erwähnte - Aufteilung in kleine Kapitel, war es super zu lesen und die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder wurde nicht zu lange strapaziert. Außer zum Ende des Buches, da waren ein, zwei Kapitel etwas länger.

Besonders großartig fanden die Kinder (ja ich gestehe, dass ich es auch super fand), dass die Krumpflinge Schimpfwörter sammeln und daraus Tee machen. Lustig für mich war, dass kein einziges Kind mich gefragt hat, wie man denn Wörter sammeln und trocknen könnte. Die Phantasie von den Kleinen ist doch schon was tolles!
Durch das Sammeln von etwas 'Verbotenem' (es ist ja immer alles 'Schokolade', wenn etwas daneben geht), waren die kleinen Füchse unglaublich aufmerksam - so hab ich sie lange nicht erlebt. Was 'Schimpfwörter' so alles ausmachen können. Und die 'Schimpfworte' waren auch wirklich kindgerecht - so etwas wie Spinatspinne und Rotzpopler. Einzig die Flunderfresse dichtete ich zur Flunderschnute um, weil das Wort 'Fresse' in unserer Gruppe einfach nicht gut aufgehoben ist, aber das können sich sicher einige denken :)

Was die Charaktere angeht, gefiel uns allen Egon wunderbar. Ein so süßer und eigentlich netter Krumpfling mit besonders viel Herz und Verstand. Neben Egon tauchten noch einige Figuren im Buch auf. Bei den Krumpflingen gefiel den Kindern besonders Oma Krumpfling. Ein grüner Stinkstiefel mit Lockenwickler in den Haaren und einem rauen Umgangston. Die anderen Krumpflinge bekam auf den Bildern ein bisschen Aufmerksamkeit, stinkten aber gegen Egon und Oma Krumpfling richtig ab.
Die Familie Artich glänzte mit Sohn Albi. Ein Junge, der sich Freunde wünschte und nun im neuen Haus endlich welche in den Nachbarskindern gefunden zu haben schien.
Am besten gefielen mir aber Herr und Frau Artich, als sie leicht gereizt waren. Ihre 'Streitereien' waren einfach zum Schießen und ich musste beim Vorlesen regelmäßig lachen. Es macht also nicht nur den Kleinen Spaß, sondern auch uns Großen.

Das Buch strotze nur so vor lustiger Situationen. Gerade der Teil, an dem Egon bei den Artichs für Unruhe sorgte, war urkomisch. Zum Vorlesen super und auch die Bilder im Buch bieten viele Sprechanlässe für die Kinder.
Die kurzen Kapitel eigneten sich super, um auch mal schnell zwischendurch etwas zu lesen und die Kinder einfach mal kurz eine Runde entspannen zu lassen.
Durch die lustige Geschichte blieb viel der Geschichte in den Köpfen der Kinder. Einer meiner Füchse erzählte Zuhause sogar, dass seine Schwester (die er sich unbedingt wünscht, aber laut Mama nicht bekommen wird. Ihr reichen die beiden Jungs) Rosalie heißen sollte. Seine Mama sprach mich daraufhin an, ob wir eine Rosalie neu in der Gruppe oder der Kita hätten. Als ich überlegt, ob eine Rosalie in eine der anderen Gruppen ging, fiel mir ein, dass die Mutter in der Geschichte Rosalie hieß. Ich fand es süß, dass meine Füchse doch einiges behielten und so weiter trugen. Für mich ein Zeichen dafür, dass es eine schöne Geschichte war.
Eine schöne und lustige Geschichte, die für die jüngeren Kindergartenkinder eventuell ein bisschen zu lang ist, weil sie den Bezug dazu öfter verloren haben - aber es ist ja auch für Kinder ab 6 Jahren deklariert, somit erfüllt es komplett die Erwartungen.
Dieses Buch hat liebevolle Charaktere und eine Menge Witz und Herz - sehr zu empfehlen! Und da es noch zwei andere Bücher gibt (Egon wird erwischt und Egon schwänzt die Schule), wohl auch nicht unser letztes Abenteuer mit den Krumpflingen :)

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