[Rezension] Punk is dad von Roddy Doyle

Hallo ihr Lieben,

ich habe ein wunderbares Buch gelesen und beendet. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen, musste es aber - man muss ja noch schlafen und arbeiten ;)
Ich glaub, ich wäre nie auf dieses Buch gestoßen, wenn ich es nicht von einem wundervollen Menschen empfohlen bekommen hätte.
Jimmy Rabbitte ist zurück!
Der Mann, der in den Achtzigern die Band The Commitments ins Leben rief, ist inzwischen siebenundvierzig, glücklich verheiratet, hat vier Kinder - und die Diagnose Darmkrebs. Er wird nicht sterben, glaubt er, aber wer weiß das schon so genau. Jimmy liebt noch immer die Musik und er liebt es noch immer, aberwitzige Projekte zu entwickeln. Auf seinen Streifzügen durch Dublin trifft er zwei alte Freunde aus Commitments Tagen wieder - Outspan, den es viel schlimmer erwischt hat, und Imelda Quirk, die so umwerfend aussieht wie eh und je ...
Punk is Dad ist ein ebenso ergreifender wie komischer Roman über Freundschaft und Familie und über Menschen, die dem Tod ins Gesicht blicken und sich für das Leben entscheiden.
Oh ein Buch, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich fand es so toll! Ist natürlich die Frage, ob es beim Gegenüber auch so eine Begeisterung auslöst. ABER! Kaufen, kaufen, kaufen!

Die Geschichte dreht sich um Jimmy Rabbitte und er hat Krebs - genauer gesagt Darmkrebs. Eine Diagnose, die für ihn nicht greifbar ist.
Ich habe schon eine Menge Krebsbücher gelesen und ich habe jedes Mal geheult - the fault in our stars, Beim Leben meiner Schwester und auch Glückliche Ehe - scheiße was hab ich geflennt!
Hier war es anders. Ich habe gelacht - ja wirklich gelacht! Das klingt so unglaublich makaber, aber es ist auch die Art, wie Jimmy und seine Familie damit umgehen. Vielleicht steckt eine Irin in mir, aber ich habe mich mit dem Humor und der Art mit der Diagnose umzugehen total identifizieren können. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss ich noch herausfinden.

Wo wir beim nächsten Thema wären. Ich liebe Familie Rabbitte! Alle!
Jimmy, seine Frau Aoife (wie auch immer man bitte diesen Namen ausspricht!!??) und die Kinder Marvin, Mahalia, Brian und Jimmy - seinen Vater und seinen alten Bandkollegen Outspan.
Alleine der Umgangston der Familie - herrlich. So ein gepflegtes 'Halt's Maul!' und ein herzhaftes Lachen, das ist genau nach meinem Geschmack. So will ich das auch.
Diese Ehe die Jimmy und Aoife führen ist einfach wunderbar - auch trotz kleiner Fauxpas. So glücklich, fröhlich und liebevoll möchte ich auch mal verheiratet sein.
Die Beziehungen der Protagonisten - allein die der Familie Rabbitte sind wunderbar - dass man glatt neidisch werden kann. Und das ohne unglaubwürdig und überspitzt zu wirken.
Und Jimmy mit seinen verrückten Ideen - so ein starker und einfallsreicher Mann, der neben dem Krebs auch um das finanzielle Überleben seiner Firma kämpft und so wunderbar unterstützt wird. Und trotz all der (verzeiht den Ausdruck) Scheiße in der er steckt, so unglaublich positiv ist.

Das Buch spielt in Irland und das merkt man. Ich finde es hat unglaublichen irischen Flair. Überall sehe ich - achtung Klischee-Alarm!! - rothaarige Männer und Kobolde. Gut, die Kobolde sehe ich natürlich nicht - auch wenn so ein Goldtopf schon echt was hätte.
Ich sehe die kleinen Pubs, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, das irische Bier, Cider und noch mehr Bier - davon wird in dem Buch aber auch unglaublich viel getrunken.

Das Cover finde ich großartig. Aber auch erst nachdem ich das Buch gelesen habe. Ich muss auch gestehen, dass ich dieses Buch ohne Empfehlung nicht gelesen hätte.
Vom Inhalt spricht es mich total an, aber ich wäre nicht darauf aufmerksam geworden. Und das ist schade, weil es einfach ein wundervolles Buch ist.
Mal wieder ein Buch, welches ich als echtes Männerbuch empfehlen kann. Ein Buch über Familie, Liebe und Freundschaft - aber eben nicht auf diese Weichspüler-Art, sondern auf die 'Halt's-Maul-Weise'. Eine Art Roadtrip ohne Road, aber mit unglaublich lustigem Trip - Balsam für die Seele und eine echte Männerfreundschaft. Was will man(n) mehr? Ich fand es wunderbar!




Kommentare

  1. Hey :)

    Irgendwie musste ich bei deiner Beschreibung an die Osbournes denken (Ich hoffe, man schreibt die so :)) ... Die sahen ja auch immer nach einer sehr schrägen, aber irgendwie trotzdem liebenswerten Familie aus.

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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    1. Stimmt, ein bisschen Ähnlichkeit gibt es da :D Wenn ich da so drüber nachdenke :)

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