Sonntag, 30. August 2015

[Rezension] Skandinavisch backen von Trine Hahnemann

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder was für Kopf und Bauch. Bei 'Blogg dein Buch' habe ich dieses wundervolle Kochbuch aus dem EMF-Verlag entdeckt und da ich gerne koche - mit und nach Rezepten viel besser als ohne - und backe, war das für mich natürlich genau das Richtige.
Außerdem stehe ich auf skandinavische Köstlichkeiten.
Von außen und innen ist das Buch einfach wunderbar. Ich liebe es, wenn Bücher so schön aufgemacht sind. Die Fotos sind schön und es sieht alles so lecker aus.
In dem Buch sind 100 Rezepte - süß und herzhaft. Also ist für jeden was dabei. Es war schwer sich für etwas zu entscheiden und ich wollte ganz gemütlich mit einem Brot beginnen. Doch gemütlich ist nicht - ich weiß, dass ein Teig mit Hefe immer immer seine Zeit braucht, aber hier sind andere Fähigkeiten gefragt. In diesem Buch werden viele Brot mit einem Sauerteig-Starter gemacht (der Teig muss 2-3 Tage gären) oder aus einer Biga gemacht (hier wird der Teig 5-10 Tage 'gefüttert' - jeden Tag werden 80% des Teiges abgenommen, entsorgt und mit Wasser und Mehl wieder aufgefüllt - bis sich Bläschen bilden und ein säuerlicher Geruch entsteht).
Und ich muss gestehen, für so eine Biga habe ich nicht wirklich Zeit gehabt - deshalb gab es einen normalen Hefeteig, mit entsprechendem Mehl - auch für solche Brote (mit normalem Hefeteig) gibt es Rezepte in dem Buch. Leider gehen die Hefeteige (egal ob frische oder trockene Hefe) bei mir selten auf. Nur bei meinem Honig-Haferflockenbrot geht der Teig auf. Ich mach aber nie etwas anders ... vielleicht probiere ich mal eine Biga, wenn ich viel Zeit habe. Aber 80% des Teigs wegschmeißen finde ich auch eine Verschwendung ohne Ende.
Ich hatte das Walnussbrot probiert (allerdings in der Kürbiskern Variante) und es war ganz lecker, auch wenn es ziemlich platt war. Irgendwas mache ich falsch.
Ich habe mir aber schon das nächste Brot ausgesucht - ein Buttermilchbrot mit Weizenkörnern. Sieht lecker aus und ich hoffe, dass es dann auch so schmeckt. Sah auch nicht schwer aus :)

Mein zweiter Versuch waren die Zimtschnecken. Ich hatte noch einen Fertighefeteig im Kühlschrank, weil ich etwas für die Kita backen wollte - aber dann doch etwas anderes mitgenommen hatte. Und ich dachte, da könnte ich doch Zimtschnecken daraus machen - denn ich liebe Zimtschnecken. Gesagt getan, dieses Rezept war auch einfach. Leider schmeckten die Zimtschnecken nicht so toll - waren viel zu hart und haben kaum süß geschmeckt.
Ich werde sie nachmal machen und dann auch mit selbstgemachtem Teig - ich denke, dass der Geschmacksunterschied daran lag. Und ich werde mehr Zimt nutzen, als angegeben, denn sie haben kaum danach geschmeckt. Leider sind sie auch nicht so schön in Form geblieben ... aber da gebe ich wirklich diesem Fertigteig die Schuld. Beim nächsten Versuch ist dann alles selbstgemacht und ich werde berichten.

Hier ist für jeden was dabei. Von Schnitten, zu Schnacken, Kuchen, Küchlein, Kekse, Torten, Canapes, Brote, Brötchen und Knäcke. Muffins, Salate, Aufstrich und Suppen :) Traut euch ran.
Das Buch hat eine wirklich schöne Aufmachung und viele tolle Rezepte, eine große Auswahl. Süß und herzhaft, alles dabei. Schwierigkeitsgrade von einfach bis schwer - langwierige und kurze Rezepte. Ich muss wohl noch ein Backprofi werden, um alles super umzusetzen. Wer auf Skandinavisches steht, wird hier sicher fündig, wer nur gelegentlich backt und schon mit Broten ans Limit kommt, der könnte hier an seine Grenzen kommen. Und wer üben will, kann sich hier richtig austoben. Punkteabzug gibt es, wegen der aufwändigen Biga und der Zeit- und Ressourcenverschwendung.



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